StartseiteBuddhismus - StupaWer war Buddha



Die Geburt – Buddha wurde 563 v.Chr. im Lumbinihain, einem wundervollen Park im Nordosten von Indien geboren. Es wird erzählt, dass der Buddha, als er auf die Welt kam, sieben Schritte in vier Richtungen machte, während er die rechte Hand zum Himmel und die linke Hand zum Boden streckte und sagte ich binder Herrscher diese Welt.

Bedeutender König oder religiöser Meister? - Nach der glückverheißenden Geburt des Prinzen empfing sein Vater, König Suddhodana, weise Männer, um sich vorhersagen zu lassen, wie die Zukunft seines Kindes, dem zukünftigen König von Kapilavastu, aussehen würde. Als einem sehr alten Asketen mit Namen Atisa der neugeborene Prinz gezeigt wurde, begann dieser zu weinen. Dann weissagte er: „ Dieser Prinz wird, wenn er nach seiner Jugend im Palast bleibt, ein bedeutender König werden und über die vier Meere herrschen. Entsagt er jedoch dem weltlichen Leben, um ein religiöses Leben einzugehen, wird er ein Buddha und der Retter der Welt werden.“

Erste Einsichten – Als der Prinz sieben Jahre alt war, so wird erzählt, begab er sich mit seinem Vater, dem König Suddhodana, außerhalb der Palastmauern. Während er einem Bauern beim Pflügen seines Feldes zusah, beobachtete er einen Vogel, wie er einen Wurm aus dem frisch gepflügten Boden pickte. Obwohl dies etwas Alltägliches war, berührte es den Prinzen tief und in seinem jungen Alter erkannte Prinz Siddhartha die Härte der Natur dieser Welt.

Das Palastleben – Als der Prinz älter wurde, konnte sein Vater das wachsende Mitgefühl gegenüber anderen Lebewesen und Siddharthas tiefes Verstehen der Welt beobachten. Weil dem so war, wurde die Gefahr, dass er dem weltlichen Leben entsagen könnte, immer greifbarer. Der König tat alles in seiner Macht mögliche, um dem jungen Prinzen jeglichen unangenehmen Anblick zu ersparen, oder seinem einzigen Sohn auch nur einen Grund zu liefern, den Palast verlassen zu wollen. Er umgab ihn mit sinnlicher Musik, Gespielinnen, erlesenen Köstlichkeiten, Zerstreuungen jeglicher Art und einer wunderschönen Frau namens Yasodara, um ihn zufrieden zu stellen.

Die 4 Ausfahrten – Eines Tages jedoch wurde Siddhartha diesem genusssüchtigen Leben überdrüssig und er machte mit seinem ergebensten Diener Chana und seinem geliebten Pferd Kantaka einen Ausflug außerhalb des Palastes in die nahe Umgebung. Während dieses Tages boten sich ihm vier Anblicke, die sich tief in sein Herz bohrten. Als erstes begegnete er einem alten Mann, der im sterben lag, danach kam er an einen Leprakranken in zerrissenen Binden vorbei, als drittes sah er eine Leiche und zum Schluss erblickte er einen Asketen, der völlig losgelöst vom Leiden um ihn herum zu sein schien. Nachdem der Prinz dies gesehen hatte, erkannte er, dass die einzige Möglichkeit sich und die Seinen vom Leid zu befreien, die ist, einen Weg zu suchen, dieses Leid zu überwinden. Mit 29 Jahren verließ Prinz Siddhartha sein Heim und wurde ein wandernder Asket.

Leben als Asket -Während der nächsten sechs Jahre seines Lebens praktizierte er mit vielen großen Lehrern, jedoch konnte niemand von ihnen Siddhartha lehren, wie der Weg zum wahren Überwinden des Leidens aussehen könnte. Nachdem er alles, was sie ihn lehren konnten, von seinen Lehrern gelernt hatte und er denselben Grad an Vervollkommnung wie sie erreicht hatte, ging er fort, um allein die wahre Erleuchtung zu finden. Erfolglos wandte er viele schmerzhafte und  asketische Methoden an. Nachdem Siddhartha schließlich erkannte , dass dies nicht der Weg zur Erleuchtung war.

Der mittlere Weg – Nach sechs Jahren unerbittlicher Anstrengung erreichte Siddhartha Erleuchtung und wurde unter einem indischen Feigenbaum, dem Bodhibaum zum Buddha. Er nannte den Weg, den er zur Erleuchtung gegangen war, den „mittleren Weg“, da er zwischen dem Leben aus Verlangen und Materialismus und dem Leben aus Entbehrung und Peinigung von Körper und Geist verläuft. Der Buddha hatte die genaue Ursache allen Leidens erkannt – der Durst oder die Gier der Menschen. Er erkannte, dass Menschen immer und immer wieder enttäuscht werden, wenn ihr Durst nicht gestillt werden kann. Buddha hatte als Siddharta sein Leben lang nach dem Ausweg aus diesem Leiden gesucht. Nun hatte er ihn gefunden.

Erkenntnisse – Während seiner Erleuchtung hatte er tief erfahren, dass alles, was es in unserer Welt gibt, miteinander verbunden ist. Aus dieser tiefen Einsicht und aus seinem universellen Verständnis heraus konnte Buddha nun seine Erfahrungen an die Menschen weitergeben. Er lehrte, auf welche Art und Weise jeder Mensch den Weg zur Erleuchtung gehen kann. Diesen Weg nannte der Buddha den edlen achtfachen Pfad. Durch die 8 Stufen dieses Weges entwickelt man tiefe Weisheit, ein reines, ethisch-moralisches Verhalten sowie unerschütterliche Ruhe des Geistes.

Was ist ein Buddha?

Ein Buddha ist ein Erleuchteter.

Ein Buddha ist jemand, der die Wahrheit und die Ursache des Leidens erkannt hat.

Ein Buddha ist jemand, der die wahre Natur der Phänomene durch direkte Erfahrung durchdrungen hat.

Ein Buddha ist jemand, der sich von dem dualistischen Geist befreit und somit die vollständige Befreiung erlangt hat.

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