Tanzen für Frieden und Freude
Buddhistische Mönche des Phyang Klosters in der indischen Region Ladakh statten der österreichischen Bundeshauptstadt Wien einen Besuch ab. Sie werden Tänze und Rituale vorführen, die zum Teil viele Jahrhunderte alt sind. Wien ist eine Station der Mönche auf ihrer Europa-Tournee, die von der Schwedisch-Tibetischen Gesellschaft für Erziehung und Kultur organisiert wird.
Zeit: Sonntag, 19. Oktober 2008, 14:00 bis ca. 16:00 Uhr Ort: Im Loving Art Studio – Studio für Ethik und Ästhetik, 1160 Wien, Pfenninggeldgasse 15-17 (im Hof)
Der Auftritt ist als Geschenk an die Wiener Bevölkerung gedacht, denn nach buddhistischem Glauben sind diese Tänze dazu geeignet, das Böse zu vertreiben: Sie vermitteln Frieden, Entspannung, Erleichterung und Freude.
Der Eintritt zu den Vorführungen ist frei. Freiwillige Spenden sind erbeten, sie werden für die Restaurierung des Klosters verwendet.
Alle Wienerinnen und Wiener und speziell auch Vertreter der Medien sind zu den Darbietungen herzlich eingeladen. |
Das Programm
Mahakala Maskentanz
Mahakala ist eine zornvolle Erscheinung der Meditationsgottheit Chakrasamvara und dient dem Praktizierenden einzig und allein zur Beseitigung von störenden Einflüssen und dem Schutz vor äußeren, inneren und geheimen Hindernissen auf dem Weg.
Achi Maskentanz
Achi Chökyi Drölma ist die erleuchtete Schützerin der Drikung Kagyü Tradition und wird als die Mutter aller Mütter angesehen. Auf weltlicher Ebene wird Achi für die persönliche Sicherheit, gute Gesundheit, Erfolg und Wohlstand angerufen. Auf höherer Ebene bittet man sie um die Beseitigung von Hindernissen auf dem spirituellen Weg und um Unterstützung bei der Entwicklung geistiger Qualitäten. Ihr Tanz vermittelt ein Gefühl großer Freude.
Acharya Maskentanz
Mit diesem Tanz sollen günstige Umstände, Glück und Wohlstand herbeigerufen und vermehrt werden.
Büffel & Hirsch-Tanz
In der tantrischen Tradition sind bestimmte Tiere wie der Hirsch oder Büffel Teil des Gefolges verschiedener Gottheiten und spielen eine besondere Rolle. Mit Tiermasken tanzen die Mönche zu den Rhythmen der rituellen Musik und Schlaginstrumente. Diese heiligen Tänze besitzen eine hohe Kreativität und sind darüber hinaus auch sehr unterhaltsam.
Schwarzhut Tanz
Dieser tantrische Tanz, der bisher im Westen kaum zu sehen war, schildert ein Ereignis in der tibetischen Geschichte. Beginnend mit dem 7. Jahrhundert und durch die Unterstützung der Dharma Könige Songtsan Gampo, Trisong Detsen und Ralpachen, begann sich der Buddhismus in Tibet zu verbreiten. Mitte des 9. Jahrhunderts bestieg Langdarma, der ein Anhänger des vorbuddhistischen Bön war, den Thron und begann mit der Verfolgung des Buddhismus. Der Schwarzhut Tanz schildert die Ermordung von Langdarma durch einen als Bön Priester verkleideten Mönch.
König und Minister Maskentanz
Dieser Tanz von Gyalpo Pehar und Tsiu Marpo, die von Padmasambhava als Dharmaschützer des ersten Klosters Samye in Tibet verpflichtet wurden, dient dazu, alle Hindernisse und ungünstigen Umstände auf dem spirituellen Pfad zu überwinden.
Kunrig - Zeichensprache der Gottheiten
Kunrig ist eine tantrische Praxis zur Reinigung von negativem Karma. Der Gesang des Kunrig-Textes ist sowohl kraftvoll als auch schwierig. Um ihn korrekt auszuführen, muss jedes Wort des heiligen Textes genau gesungen, geistig meditiert und körperlich der kryptischen Zeichensprache der Gottheiten nachempfunden werden - all dies muss miteinander vereint sein. Die zehn ausgebildeten Mönche werden mit ihren traditionellen Drikung Kagyü Meditationshüten in Meditationshaltung sitzen und mit den Gottheiten durch Körper, Rede und Geist kommunizieren.
Chöd-Meditation
Dies ist eine tantrische Methode zur Ansammlung von Verdienst, indem man sich vorstellt, dass man sich selbst in Form von Nektar den Objekten der Verehrung als Opferung und den anderen Wesen als Nahrung darbringt. Chöd ist eine sehr außergewöhnliche Meditation, deren Klang und Visualisation alle körperlichen Krankheiten und geistigen Verblendungen heilen kann.
Glück verheißende Gebete
Am Ende der Veranstaltung werden Glück verheißende Gebete gesprochen, die günstige Umstände für unser jetziges Leben und unsere spirituelle Entwicklung schaffen. Alles Positive, das durch die Aufführung der Mönche und das Publikum geschaffen wurde, wird anschließend dem Wohl der Menschen und aller fühlenden Wesen gewidmet. |