Podiumsdiskussion
Video - Podiumsdiskussion [440'294 KB]
An der Veranstaltung zum Thema „Die Kunst des Zusammenlebens zum Verhältnis von Christen und Buddhisten“ wurde reges Interesse bekundet.
Die Stadtgemeinde Gföhl und die Donau-Universität, Department Migration und Globalisierung, luden am 20. Jänner für einen weiteren Gedankenaustausch zu einer Podiumsveranstaltung ein. Die hochkarätige Besetzung der Referenten standen dem Publikum im vollbesetzten Stadtsaal Rede und Antwort. Viele Gäste waren auch von anderen Gemeinden gekommen und vor allem die haben sich in der Diskussion zu Wort gemeldet.
Univ.-Prof. Mag. Dr. Gudrun Biffl, die seit 2009 das neu gegründete Department für Migration und Globalisierung an der Donau-Universität Krems leitet, stellte in ihren Wortmeldungen klar, dass das Waldviertel nicht von Migranten überschwemmt wird, aber von Abwanderung geprägt ist. Um weiterhin hier leben zu können, muss für eine wirtschaftliche Belebung und für eine Förderung des Tourismus gesorgt werden. Sie sieht in der Umsetzung des Projektes Stupa eine wirtschaftliche Dynamik im Hintergrund.
Dr. Ursula Baatz, Religionsphilosophin aus Wien, wies in ihren Ausführungen auf das mystische Waldviertel hin - auf dessen Ausstrahlung und Ruhe. Für sie ist dieser Raum als Kultland prädestiniert. Zur „turbulenten“ Situation beglückwünscht sie die Stadt Gföhl, die sich für neue Entwicklungen öffnet.
Dass die Begegnung mit anderen Religionen eine große Bereicherung sei, betonte Abt Christian Haidinger vom Stift Altenburg.
Auch Dr. Anton Rohrmoser, Leiter des Bildungszentrums Gföhl, sprach über den Buddhismus von der friedlichsten Religion aller Religionen – schon über Zeiten hinweg. Zur beschlossenen Volksbefragung wies er die Wahlberechtigten darauf hin: „Noch mehr Demokratie gibt es nicht – nutzt sie!“
Prof. Heinz Nußbaumer, der Herausgeber von „Die Furche“, führte die faire Diskussion mit Befürwortern und Gegnern. Abschließend erörterte er noch die Geschwindigkeit der Globalisierung, mit der die Seele nicht standhalten kann. Er gratulierte dem Bürgermeister zur dynamischen Gemeinde und verabschiedete sich mit den Worten: „Ich fahre mit gutem „Gföhl“ nach Hause!"